Faktencheck

Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser bleibt auch mit dem geplanten Abbau in der Altertheimer Mulde vollständig gesichert – sowohl in Menge als auch in Qualität. Dies gilt für Altertheim, Waldbrunn und Würzburg. Möglich ist das, weil die geologischen Voraussetzungen außergewöhnlich gut sind: Eine mindestens neun Meter mächtige Barriereschicht trennt das Gipsvorkommen zuverlässig vom Grundwasserleiter.

Das wissen wir, weil selten ein Untergrund so umfassend untersucht wurde wie in der Altertheimer Mulde – über vier Jahre hinweg haben unabhängige Gutachter die Auswirkungen des Vorhabens geprüft. Dafür wurden 19 Bohrungen mit einer Gesamtlänge von über 8 Kilometern durchgeführt.
Das Ergebnis: Trinkwasserschutz und Gipsabbau lassen sich an diesem Standort sehr gut miteinander vereinbaren.

Der Abbau selbst erfolgt langsam, Meter für Meter, und unter ständiger Kontrolle. Wasserstände werden kontinuierlich überwacht, um etwaige Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass tatsächlich Wasser in das Bergwerk eintritt, gibt es erprobte und bewährte Maßnahmen – vom Ableiten bis zum Abdichten. Die Abbaugenehmigung wird immer nur für maximal vier Jahre erteilt, sodass die zuständigen Behörden jederzeit die volle Kontrolle behalten.

Haftungsfragen sind im Bergrecht gesetzlich klar geregelt – genauso wie beim Bau von Brücken, Tunneln oder Häusern. Als Betreiber des Bergwerks trägt Knauf die volle Verantwortung für sämtliche Schäden, die durch den Betrieb entstehen könnten. Das bedeutet: Nicht die Allgemeinheit haftet, sondern Knauf – und zwar uneingeschränkt.

Deshalb nehmen wir die Planung des Projekts so genau. Wir müssen den Untergrund vollständig verstehen und die Bodenverhältnisse im Detail prüfen, bevor überhaupt an einen Abbau zu denken ist. Nur ein sicheres Bergwerk ist auch ein wirtschaftlich tragfähiges Bergwerk – und Sicherheit steht für uns an erster Stelle.

In der Altertheimer Mulde haben wir diese Prüfungen intensiv durchgeführt. Das Ergebnis ist eindeutig: Die geologischen Voraussetzungen sind ideal. Trinkwasserschutz und Gipsabbau lassen sich hier zuverlässig miteinander vereinbaren.

Die Verantwortung dafür liegt klar bei uns – und dieser Verantwortung stellen wir uns. Seit über 90 Jahren und auch in Zukunft.

Sulfat ist ein natürlicher Bestandteil des Grundwassers – und damit auch des Trinkwassers. Der gesetzliche Grenzwert liegt bei 250 Milligramm pro Liter. Zum Vergleich: Bei Mineralwasser liegt dieser Wert oft sogar deutlich höher.

Es stimmt, dass Wasser aus Gips geringe Mengen Sulfat herauslösen kann. Das unabhängige hydrogeologische Gutachten zeigt: Selbst unter ungünstigen Annahmen könnte die Sulfatkonzentration im Trinkwasser in rund 260 Jahren um lediglich 0,8 Milligramm pro Liter in den Zeller Quellen steigen.

Das entspricht gerade einmal 0,3 % des gesetzlichen Grenzwerts – ein Wert, der innerhalb der natürlichen Schwankungsbreite liegt und messtechnisch kaum erfassbar wäre.

Kurz gesagt: Selbst unter ungünstigen Annahmen hätte der Gipsabbau keinen Einfluss auf die Qualität des Trinkwassers, auch langfristig nicht.

Trinkwasserschutz ist für uns nicht verhandelbar. Viele unserer Mitarbeiter leben hier. Sie trinken dasselbe Wasser wie alle anderen – und sie haben dasselbe Interesse: dass es sauber und sicher bleibt.

Deshalb haben wir den Untergrund aufwendig untersuchen lassen – von unabhängigen Fachleuten und in enger Abstimmung mit den Behörden. Das Ergebnis ist eindeutig: Eine mindestens neun Meter dicke Barriereschicht schützt das Grundwasser zuverlässig. Die Gutachter haben auch die ungünstigsten Szenarien durchgerechnet. Das Ergebnis: Auch dann bleibt die Trinkwasserversorgung vollständig gesichert.

Trotzdem: Wenn doch etwas passiert, erkennen wir das sofort – und reagieren. Unser System überwacht den Bereich dauerhaft. Und für den Ernstfall sind alle Vorkehrungen getroffen.

Kurz gesagt: Wir würden hier kein Bergwerk bauen, wenn wir nicht sicher wären, dass das Trinkwasser geschützt bleibt.

Ein wichtiger Punkt vorweg: Nicht Knauf hat die Bohrungen durchgeführt. Sie wurden von einer Fachfirma für Bohrtechnik unter ständiger Überwachung durch die DMT GmbH & Co. KG durchgeführt. Die DMT ist ein Tochterunternehmen der TÜV NORD GROUP und ein hoch angesehener Spezialist für hydrogeologische Untersuchungen in Deutschland.

Die DMT hat auch festgelegt, wo und wie oft gebohrt wird – in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Die 19 Bohrstellen wurden strategisch so gewählt, dass sie sowohl die zentralen Bereiche als auch die Ränder des geplanten Abbaugebiets abdecken. Auf diese Weise lassen sich wichtige Erkenntnisse über den Wasserfluss und die Durchlässigkeit der Gesteinsschichten gewinnen. 17 dieser Bohrungen wurden dauerhaft als Grundwassermessstellen ausgebaut. Insgesamt wird es mit acht weiteren 25 Messstellen geben. So ergibt sich ein engmaschiges Netz mit denen der Untergrund kontinuierlich überwacht wird.

Die Ergebnisse sind deshalb wissenschaftlich belastbar und repräsentativ für den Untergrund in der Altertheimer Mulde. Wichtig ist außerdem: Das Gutachten ist nicht der Endpunkt der Prüfung, sondern der Ausgangspunkt für einen kontinuierlich begleiteten Abbau. Wir gehen Schritt für Schritt vor – und überprüfen dabei fortlaufend, ob sich die Annahmen aus dem Gutachten bestätigen.

Der Vorfall an der Aischquelle zeigt, wie effektiv unsere Maßnahmen sind und dass wir auf alle Eventualitäten vorbereitet sind: Das Problem wurde erkannt und gelöst – alles in enger Absprache mit den zuständigen Behörden.

Ein Schaden wurde vermieden und die Quelle fließt seit März 2020 wieder stabil. Der Gipsabbau im nahegelegenen Steinbruch wird weiterhin verantwortungsvoll betrieben. Wichtig ist: Die Aisch selbst führte zu keinem Zeitpunkt weniger Wasser – es ging also kein Wasser verloren.

In der Altertheimer Mulde sind die Voraussetzungen ohnehin grundlegend anders. Hier erfolgt der Abbau unter Tage – nicht im offenen Steinbruch – und mit deutlich größerem Abstand zum Grundwasser. Eine mindestens neun Meter dicke Barriereschicht trennt den Abbaubereich zuverlässig vom Grundwasserleiter.

Das Genehmigungsverfahren für das Bergwerk und das Verfahren zur Ausweisung eines neuen Wasserschutzgebiets laufen unabhängig voneinander – beide mit hoher Sorgfalt und unter Beteiligung der zuständigen Behörden.

Knauf hat sich von Anfang an klar zum Trinkwasserschutz bekannt. Deshalb haben wir umfangreiche Untersuchungen beauftragt, die eindeutig belegen: Der geplante Gipsabbau beeinträchtigt die Wasserversorgung weder in Menge noch in Qualität.

Dass wir im laufenden Verfahren eine Stellungnahme abgegeben haben, ist üblich und rechtlich vorgesehen – gerade wenn ein Vorhaben wie unseres betroffen wäre.

Wir sind überzeugt: Trinkwasserschutz und Bergwerk lassen sich an diesem Standort sehr gut miteinander vereinbaren. Das Bergwerk ist nur möglich, weil die gründlichen und unabhängigen Untersuchungen zeigen: Der Trinkwasserschutz bleibt vollständig gewährleistet.

Die DMT GmbH & Co. KG arbeitet unabhängig nach wissenschaftlichen Standards. Sie ist ein Tochterunternehmen der TÜV NORD GROUP – einer anerkannten Institution mit höchster fachlicher Expertise.

In Genehmigungsverfahren wie diesem ist es üblich, dass der Antragsteller – in diesem Fall Knauf – die notwendigen Gutachten beauftragt. Aber: Welche Gutachten gebraucht werden, welche Inhalte sie abdecken müssen und wie sie aufgebaut sind, wird von den zuständigen Behörden festgelegt. Auch die Bewertung der Ergebnisse liegt ausschließlich bei diesen Behörden – völlig unabhängig davon, wer das Gutachten beauftragt hat.

Das hydrogeologische Gutachten in der Altertheimer Mulde wurde eng mit allen Beteiligten abgestimmt, auch mit dem Wasserwirtschaftsamt Aschaffenburg. Dieses hat ausdrücklich bestätigt, dass die Gutachter fachlich korrekt gearbeitet haben und das Ergebnis plausibel ist.

Insgesamt wurden für das Projekt über 20 Gutachten erstellt oder aktualisiert – zu Themen wie Wasser, Klima, Lärm und Verkehr. Sie alle sind Bestandteil des offiziellen Genehmigungsverfahrens und werden sorgfältig geprüft, bewertet und nur dann akzeptiert, wenn sie fachlich belastbar sind.

Recycling ist ein wesentlicher Baustein in der Gipsversorgung – und Knauf arbeitet kontinuierlich daran, den Recyclinganteil zu erhöhen.
Dort, wo es rechtlich und technisch möglich ist, recyceln wir bereits heute. In Ländern wie Dänemark funktioniert das besonders gut, weil es flächendeckende Rücknahmesysteme und eine etablierte Infrastruktur gibt.

In Deutschland ist die Situation deutlich komplexer: Beim Rückbau entstehen häufig vermischte oder verunreinigte Materialien. Die rechtlichen Vorgaben für den Einsatz solcher Stoffe im Bauwesen sind strenger. Zusätzlich fehlt es vielerorts noch an der nötigen Infrastruktur für ein flächendeckendes, sortenreines Recycling.

Ein weiterer Faktor: In Deutschland wird wesentlich mehr neu gebaut als abgerissen: Auf rund 18 neue Wohnungen kommt etwa ein Abbruch (Quelle: Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung N050 , Pressemitteilung N203). Dadurch steht nur eine begrenzte Menge an recycelbarem Gipsmaterial zur Verfügung.

Knauf arbeitet aktiv an Lösungen – aber selbst bei einem ideal ausgebauten Rücknahmesystem könnte laut Umweltbundesamt bis 2030 maximal etwa 10 % des Bedarfs durch Recycling gedeckt werden.

Die Rechnung ist einfach und klar: Wir brauchen Naturgips mehr denn je, um den vorhandenen Bedarf zu decken.

Gips lässt sich nicht beliebig ersetzen – zumindest nicht, wenn man den tatsächlichen Bedarf decken und dies mit hoher Bauqualität und effektivem Klimaschutz verbinden möchte.

Aktuell stammen rund 40 % des in Deutschland verwendeten Gipses aus Kohlekraftwerken – als sogenannter REA-Gips, ein Nebenprodukt der Rauchgasentschwefelung. Doch mit dem geplanten Kohleausstieg fällt diese Quelle spätestens im Jahr 2038 vollständig weg.

Eine vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Studie warnt: Die langfristige Versorgung mit Gips ist gefährdet. Häufig genannte Alternativen wie Lehm oder Holz können den Bedarf nicht annähernd decken – das bestätigt eine Untersuchung der Technischen Hochschule Rosenheim.

Die Produktionsmenge von Lehmbausystemen beträgt aktuell nur ca. ein Promille der 260 Mio. Quadratmeter Gipsplattenproduktion. Lehm muss zudem aus Gruben abgebaut werden – wobei die erforderliche Abbaufläche im Vergleich zu Naturgips sogar größer ist.

Und auch bei Holz stellt sich die Frage, wo die benötigten Mengen herkommen sollten. Bei einer Substitution von nur 20% der aktuellen Gipsplattenmenge (ca. 52 Mio. Quadratmeter) durch Holzwerkstoffplatten, würde sich bei nachhaltiger Waldbewirtschaftung ein jährlicher Mehrbedarf an Waldfläche von ca. 1.280 Quadratkilometern ergeben. Dies entspräche ungefähr der Hälfte der Fläche des Saarlandes.

Diese Materialien sind sinnvoll, aber nicht flächendeckend einsetzbar – vor allem nicht in der modernen, industriellen Bauweise.

Wir haben die Transportroute von Anfang an so geplant, dass die Belastungen für die Region so gering wie möglich bleiben.

Wohngebiete werden nicht durchfahren. Die LKW werden direkt auf dem Bergwerksgelände in einem geschlossenen Gebäude beladen – das reduziert Staub und Lärm schon am Startpunkt.

In der Anfangsphase sind lediglich drei LKW-Fahrten pro Stunde vorgesehen – und das ausschließlich tagsüber. Die Route führt über eine Landstraße zur A81, dann weiter zur A3 und schließlich über die B8 direkt zu den Werken in Iphofen und Markt Einersheim.

Ein unabhängiges Schallgutachten bestätigt: Alle gesetzlichen Grenzwerte werden eingehalten. Der LKW-Verkehr hat keine nennenswerten Auswirkungen auf die Schallbelastung entlang der Strecke – die Emissionswerte liegen klar innerhalb der gesetzlichen Vorgaben.
Knauf prüft derzeit den Einsatz von Elektro-LKW – ein weiterer Schritt, um Schall und Emissionen entlang der Transportrouten noch weiter zu verringern.

Mit der vorgesehenen Transportroute werden Wohngebiete bewusst umgangen. Auch Kist wird nicht durchfahren.

Die Einfahrt des Bergwerks ist über einen Wirtschaftsweg mit der Staatsstraße 2297 verbunden. Diese mündet anschließend in die L578 – von dort führt die Route nach rund 1,5 km zur Auffahrt auf die A81. Im weiteren Verlauf werden die LKW am Autobahndreieck Würzburg-West auf die A3 Richtung Osten geleitet.

Das geplante Bergwerk ist gut für die Menschen in der Region.

Denn es sichert mehr als 2.500 Arbeitsplätze direkt bei Knauf – und zusätzlich viele tausend Jobs bei Zulieferern, Dienstleistern und Handwerksbetrieben in der Region.

Es gewährleistet eine verlässliche, regionale Versorgung mit einem Rohstoff, der für bezahlbaren Wohnraum dringend gebraucht wird – auch hier vor Ort.

Der Gipsabbau erfolgt sehr schonend unter Tage – das bedeutet: kein Tagebau, kein großflächiger Eingriff in die Landschaft. Die Belastung für das Ortsbild und die Natur bleibt minimal. Und: Das Trinkwasser bleibt jederzeit sicher.

Knauf investiert übrigens einen Großteil der erwirtschafteten Erträge in die Region – derzeit fließen mehr als 250 Millionen Euro in die Erweiterung und Modernisierung der Werke. Das Unternehmen zahlt Steuern, schafft und sichert Arbeitsplätze vor Ort und engagiert sich als langfristig orientierter Partner in den Gemeinden.

Nicht jedes Gipsvorkommen ist gleich – und nicht überall lässt sich untertägiger Bergbau so sicher realisieren. In der Altertheimer Mulde liegt sehr hochwertiger Naturgips – in seiner Menge und Qualität ist das Vorkommen für Deutschland einmalig. Die geologischen Bedingungen sind optimal, der Abbau erfolgt unterirdisch. Das schont das Landschaftsbild. Das Trinkwasser bleibt sicher.

Die Versorgung unserer nahegelegenen Werke in Iphofen und Markt Einersheim lässt sich damit über Jahrzehnte sichern. Das geht nicht mit Bergwerken an beliebigen Orten.

Gips aus dem Ausland ist nicht nur teuer, sondern verursacht beim Transport auch bis zu neunmal mehr CO₂-Emissionen als der regionale Abbau – mit entsprechend negativen Folgen für das Klima. In der Altertheimer Mulde wird der Gips genau dort abgebaut, wo er gebraucht wird: in der Region – für bezahlbaren Wohnraum und eine sichere Baustoffversorgung.

Gerade weil der sogenannte REA-Gips – also der Gips aus Kohlekraftwerken – spätestens mit dem Kohleausstieg im Jahr 2038 vollständig wegfällt, braucht es verlässliche Alternativen. Die Altertheimer Mulde kann einen wichtigen Beitrag leisten, diese entstehende Lücke zu schließen – verantwortungsvoll, sicher und langfristig.

Sie haben noch mehr Fragen?

Unsere Mitarbeiter und externen Fachleute stehen für Nachfragen immer zur Verfügung.

Kontaktieren Sie uns