Gipsabbau und Trink­wasser­schutz
gehen gut zusammen

Sicheres Trinkwasser.
Mit Bergwerk? Ja!

Wir planen, ab 2027 in einem untertägigen Gips-Bergwerk in der Altertheimer Mulde Gips abzubauen. Dabei ist klar: Eine sichere Trinkwasserversorgung und der Abbau von Gips müssen miteinander vereinbar sein. In zahlreichen unabhängigen Untersuchungen und Analysen wurde das bestätigt.

Fakten

Selten wurde ein Untergrund so gründlich begutachtet
wie in der Altertheimer Mulde.

Rund vier Jahre haben unabhängige Gutachter die Altertheimer Mulde zum Trinkwasserschutz untersucht, stets eng abgestimmt mit den Behörden. Nach 19 Bohrungen in die Tiefe und hunderten Seiten Analyse kommen die Gutachter zu einem klaren Schluss: Sie halten „nach Gesamtbewertung aller Szenarien die Errichtung des Bergwerks aus hydrogeologischer Sicht für gut und sicher machbar. Nachteilige Auswirkungen auf die Trinkwassergewinnung sind sowohl in mengenmäßiger als auch in qualitativer Hinsicht nicht zu erwarten“.  

Das hydrogeologische Gutachten wurde von der DMT GmbH & Co. KG erstellt, ein Tochterunternehmen der TÜV NORD GROUP. Diese Spezialistinnen und Spezialisten gehören zu den renommiertesten auf ihrem Gebiet. Der leitende Gutachter, Holger Kories, ein angesehener Experte, hat an bedeutenden Projekten wie dem Reichstag und dem Tiergartentunnel in Berlin mitgewirkt.

Um die geologischen Bedingungen umfassend zu verstehen, wurden 19 Bohrungen in Tiefen von bis zu 140 Metern durchgeführt; 17 Bohrungen bleiben als Grundwassermessstellen dauerhaft erhalten. Rechnet man alle bisher auf dem Gelände durchgeführten Bohrungen zusammen, sind diese mehr als 8 Kilometer lang. Dadurch kennen wir den Untergrund sehr gut. Zusätzlich wurden zahlreiche Laboranalysen und hydraulische Tests durchgeführt.

Die unabhängigen Gutachter haben, um alle Eventualitäten durchzuspielen, verschiedene Szenarien geprüft. Egal welches Szenario man betrachtet: Die Modellierungen zeigen durchweg, dass keine nachteiligen Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung zu erwarten sind. Ein wichtiger Grund dafür ist u.a. eine mindestens 9 Meter dicke natürliche Schutzbarriere, die den Gips zuverlässig von den wasserführenden Schichten trennt. Damit zeigt das Gutachten:
Die Trinkwassergewinnung für Würzburg und die Region ist und bleibt sicher.

Die Trinkwassergewinnung für Würzburg und die Region ist und bleibt sicher.

Mit der Region. Für die Region.

Sicherer und umweltbewusster Gipsabbau als Garant für Wohlstand in der Region

Gips ist ein unverzichtbarer Rohstoff, insbesondere für den Bau von bezahlbarem Wohnraum und Infrastrukturprojekten. Das geplante Bergwerk in der Altertheimer Mulde kann einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen, sicheren und effizienten Baustoffversorgung aus der Region für die Region leisten.

Allein in Würzburg fehlen rund 1.200 Wohnungen, bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Neue Wohnungen müssen gebaut und bestehende saniert werden. Dafür braucht es Gips, denn der ist unverzichtbar beim Haus- und Wohnungsbau. Ob etwa in Massiv- oder Fertighäusern, beim Aufstocken bestehender Gebäude oder im Leichtbau, als Trennwand, als Decke, Putz oder Estrich – stets kommt Gips zum Einsatz. Darüber hinaus ist Gips wichtig für Infrastrukturprojekte wie Straßen, Brücken, öffentliche Gebäude oder sogar beim Bau von Windkraftanlagen. Der geplante Gipsabbau in der Altertheimer Mulde kann diesen Bedarf für die Region sicher, kostengünstig und effizient decken – ohne die Trinkwasserversorgung zu beeinträchtigen.

Kurze Transportwege, regionale Verwendung, fortschrittliche Technik und Logistik – dass alles reduziert den CO₂-Ausstoß beim Gipsabbau in der Altertheimer Mulde deutlich und sichert eine nachhaltige Versorgung mit hochwertigem Gips aus der Region. Denn der Abbau von Gips in Altertheim ist deutlich umweltfreundlicher als der Import von Gips. Konkret verursacht der Importgips aus Übersee beim Transport fast 9-mal mehr CO₂ als der regionale Abbau in Altertheim, wodurch jährlich rund 29.000 Tonnen CO₂ eingespart werden.

Der geplante Gipsabbau in der Altertheimer Mulde wird dazu beitragen, 2.500 Arbeitsplätze bei Knauf vor Ort sowie tausende weitere Jobs bei Zulieferern und Dienstleistern zu sichern. Das kommt auch in den Geldbeuteln der Menschen in der Region an. Denn unsere Mitarbeitenden leben zum allergrößten Teil in Würzburg und Umgebung, gehen in lokale Gaststätten, holen ihre Brötchen beim Bäcker oder Wurst beim Metzger um die Ecke. Leider bauen derzeit auch Unternehmen in unserer Region Stellen ab. Der langfristige Erhalt industrieller Arbeitsplätze bei Knauf ist daher ein wichtiges Signal für den Wirtschaftsstandort Mainfranken.

Verantwortung

Wir übernehmen die Verantwortung für unser Handeln –
dazu gehört selbstverständlich auch der Trinkwasserschutz.

Seit vielen Jahrzehnten ist Knauf hier beheimatet und der Region und ihren Bürgerinnen und Bürgern eng verbunden. Denn uns liegt nicht nur das Wohl unserer 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Herzen, sondern auch das Wohl der Menschen in Mainfranken insgesamt. Deshalb übernehmen wir Verantwortung für unser Handeln und die Region und engagieren uns seit jeher für ein gutes Miteinander.  

Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, um eine sehr belastbare und aussagekräftige Grundlage zu schaffen, um den sicheren Bau des Bergwerks vorzubereiten. Dank zahlreicher Analysen und akribischer Tests kennen wir die Verhältnisse unter Tage sehr genau. Und wir haben detaillierte Maßnahmenpläne entwickelt, um auch auf Unvorhergesehenes schnell und effektiv reagieren und den sicheren Betrieb gewährleisten zu können. Unter anderem richten wir Messstellen für Grund- und Grubenwasser ein, überwachen das Bergwerk permanent, und haben die bergmännischen Mittel, um schnell und wirksam zu reagieren. Aber vor allem: Wir bauen schrittweise ab, Meter für Meter arbeiten wir uns Jahr für Jahr ein Stück weiter vor. Wäre das Ergebnis des Gutachtens nicht so eindeutig, hätten wir das Vorhaben bereits beerdigt. Als verlässlicher Partner wollen wir die Region auch in Zukunft in vielfältiger Weise stärken und unterstützen – und das geplante Bergwerk kann einen wichtigen Teil dazu leisten.

Für uns ist es selbstverständlich, die Bürgerinnen und Bürger aktiv und transparent über das geplante Vorgehen in der Altertheimer Mulde zu informieren, inklusive aller Details, die für den Trinkwasserschutz wichtig sind. Alle Informationen zum Projekt sind auf dieser Website verfügbar. Zudem ist es uns wichtig, stets ansprechbar zu sein. Bürgerinnen und Bürger können Anliegen und Fragen jederzeit über ein Kontaktformular an uns richten. Zudem stehen unsere Mitarbeitenden in Bürgersprechstunden zur Verfügung; wir informieren kontinuierlich über unsere Social-Media-Kanäle, haben Führungen durch ein vergleichbares Bergwerk organisiert, in Medien- und Politikterminen informiert und sind in Stadt- und Gemeinderatssitzungen vorstellig geworden.

Als großer und seit Jahrzehnten in der Region beheimateter Arbeitgeber ist es uns wichtig, einen positiven Beitrag zum Leben in und um Würzburg zu leisten. Dazu gehört auch, dass wir unsere Arbeit mit höchster Professionalität, unter Einhaltung aller Vorschriften und Berücksichtigung aller Eventualitäten durchführen. Dabei legen wir stets Wert auf Gerechtigkeit sowie einen respektvollen Umgang miteinander und sind gleichzeitig Vorbild für soziale und ökologische Verantwortung – und das gilt ausdrücklich auch für den Schutz des Trinkwassers in der Region.